Tanzsport


WAS IST TANZSPORT

Tanzsport

- ist Bewegung in und mit Musik
- verbindet sportliche Betätigung mit künstlerischer Ausdruckskraft
- ist eine olympisch anerkannte Sportart
- fördert als Freizeitsport in der Gesellschaft die Freude an der Bewegung
- erzielt als Leistungssport internationale Erfolge

Der Begriff "TanzSport" wurde vom Internationalen Weltverband in den 1980-Jahren definiert. Während der Begriff "Sport" allgemein anerkannten Definitionen folgt, weist der Begriff "Tanz" weiterhin auf den künstlerischen Aspekt hin.

TanzSport bewahrt die Tradition dessen, was in früheren Jahren unter dem Begriff "Turniertanz" verstanden wurde. Inzwischen sind jedoch die engen Grenzen von damals aufgegeben. Zum Selbstverständnis dieser Sportart zählen heute die unterschiedlichsten TanzSport-Arten, die sich über sportlichen Wettkampf definieren.

TanzSport hat sich zu einem umfassenden Markenzeichen entwickelt. TanzSport ist allgemein zugänglich, fördert soziale Kontakte, diGesundheit und Wohlbefinden. TanzSportler können ihre Leistungsfähigkeit mit anderen TanzSportlern messen und dazu Rückmeldungen auf allen Ebenen erhalten.

Jeder kann sich zu Musik bewegen, TanzSport verbindet über alle Alters- und Kulturgrenzen.

Quelle: www.tanzsportverband.at



Welt-Tanzprogramm

Das Welt-Tanzprogramm ist eine Sammlung von Regeln und Schritten für 16 Tänze und wurde 1961 auf Initiative des Hamburger Tanzlehrers Gerd Hädrich und des englischen Tanzlehrers Alex Moore ins Leben gerufen und 1963 in London festgelegt. Ursprünglich enthielt es elf Tänze: Die fünf Standardtänze Blues, Foxtrott, Langsamer Walzer, Tango und Wiener Walzer, die fünf Lateinamerikanischen Tänze ChaChaCha, Jive/Boogie, Paso Doble, Rumba, Samba, sowie den Beat. 1979 ersetzte der Discofox den Beat, 1980 kommt Rock ’n’ Roll hinzu. Später werden außerdem noch Mambo/Salsa, Marschfox und Merengue hinzugefügt.

Bei der Auswahl hat man sich grob an den Turniertänzen orientiert, diese jedoch in einer für den Gesellschaftstanz vereinfachten Form festgelegt. So sind Slowfox und Quickstep durch Blues und Foxtrott ersetzt worden. Heute dient das Welt-Tanzprogramm als Grundlage der Kursprogramme für Neueinsteiger.

Quelle: www.tanzsportverband.at



Tanzsport macht fit und erhält die Gesundheit

Tanzen vermittelt Freude, fördert die Gesundheit, verbessert die geistige und körperliche Beweglichkeit und stärkt das Selbstbewusstsein. Tanzsport ist eine der wenigen Sportarten, die bis ins hohe Alter ausgeübt werden können. Der Tanzsport gehört zu den so genannten Präzisionssportarten: Genau vorgegebene Bewegungsabläufe müssen möglichst präzise, mit scheinbarer Leichtigkeit sowie mit vorgegebenem Tempo ausgeführt werden.

In Deutschland gibt es mehr als 2000 Tanzsportvereine, die häufig eigene Tanzstudios oder Clubheime unterhalten. Fast alle Tanzsportarten sind unter dem Dach des Deutschen Tanzsportverbandes vereint. Weltweit sind rund vier Millionen Tanzsportler in der "World DanceSport Federation" (WDSF) registriert. Bei ihnen handelt es sich um Amateure. Sie bekommen Preis- und Sponsorengelder sowie gegebenenfalls Unterstützung durch die staatliche Sportförderung. Professionals sind Mitglieder einer Profivereinigung. Weltweit gibt es circa 3000 Professionals. Sie gelten nicht als Sportler im Sinne der Sportgesetzgebung, kommen nicht in den Genuss der Sportförderung und unterliegen auch nicht den Anti-Doping-Gesetzen.

Wettkampfmäßiger Tanzsport wird auch Turniertanz genannt. Auf Tanzturnieren treten Solotänzer, Tanzpaare oder Tanzformationen gegeneinander an. Wertungskriterien sind u. a. Takt, Bewegungsablauf, Körperlinien und Schritttechnik. Turniere gibt es für den Breitensport wie auch für den Leistungssportbereich. Bei nationalen und internationalen Turnieren werden im Tanzsport zwei Sektionen unterschieden: die Standardtänze und die lateinamerikanischen Tänze. Die Standardtänze, die bereits seit den 1920er Jahren in Wettbewerben getanzt werden, umfassen den langsamen Walzer, Tango, Wiener Walzer, Slowfoxtrott und Quickstepp. Als lateinamerikanische Tänze werden Samba, Cha-Cha-Cha, Rumba, Paso doble und Jive bezeichnet. Neben den genannten gibt es aber noch eine Reihe weiterer Tänze wie beispielsweise Blues, Discofox, Mambo, Merengue oder Rock ’n’ Roll.

Quelle: www.wissen.de
top


Tanzport als Leistungssport: Was heißt bitte Leistung?

Tanzen wollte einmal olympisch werden. Neben der mangelnden Anzahl an Nationen in denen Tanzsport als eigene Disziplin betrieben wird, sind immer wieder die Fragen aufgekommen: Ist Tanzen überhaupt Sport? Was ist dann die Leistung in dieser Sportart? Dabei ist Tanzsport nicht die einzige Sportart, deren Wettkämpfe in der Form von Turnieren ausgetragen werden: Vom Turnen bis zum Eiskunstlauf werden viele “Sportarten” wesentlich aufgrund der Austragung von

  1. Wettbewerben
  2. durch Schiedsgerichte

bewertet und die Leistung überwiegend oder allein im Vergleich bestimmt.

Hier einmal ein Einblick in den Bereich, was als Leistung in den Sportwissenschaften verstanden wird:

Sportliche Leistungen und Wettkampfsport

Sportliche Leistungen und ihre Entwicklung waren und sind wesentlich durch den Leistungsvergleich im sportlichen Wettkampf bestimmt. Wie der Sport selbst waren sportliche Leistungen zunächst unmittelbar auf einen Leistungsvergleich ausgerichtet, wie er sich nur im Rahmen der Auseinandersetzung mit anderen Sportlern entwickeln konnte.

In einer Reihe sportlicher Disziplinen – z. B. in der Leichtathletik, im Schwimmen – ist auch ein Vergleich mit eigenen, früheren Leistungen möglich und wird dort auch verschiedentlich praktiziert. Das gilt u. a. für Langstreckenschwimmer, die antreten, um ihre eigene Rekordzeit etwa für das Durchschwimmen einer Meerenge zu unterbieten. […]

Ungeachtet der Bedeutung der engen Bindung des heutigen Leistungsverständnisses an die Entwicklung des sportlichen Wettkampfes gelten jedoch auch bestimmte Handlungen bzw. Handlungsfolgen außerhalb von Wettkämpfen als sportliche Leistungen.

Das betrifft

- Leistungen im Trainingsprozess, d. h. sportliche Handlungen bzw. Handlungsfolgen außerhalb einer unmittelbaren Wettkampfsituation, die nach den gleichen Kriterien wie Wettkampfleistungen gemessen bzw. bewertet werden können;

- Leistungen im Sportunterricht, d. h. motorische, zumeist sportliche Handlungen, die als Ausdruck des erreichten motorischen bzw. körperlichen Entwicklungsstandes und der Realisierung der Zielstellungen von Erziehung und Bildung gelten;

- Leistungen im Freizeit- und Gesundheitssport, d.h. sportliche Handlungen innerhalb und außerhalb von Wettbewerbssituatio­nen, deren Hauptanliegen die Bewältigung einer selbst gewählten Anforderung zur Selbstbestätigung und Selbstverwirklichung als Persönlichkeit und die Steigerung oder Erhaltung allgemeiner körperlicher Leistungsfähigkeit und Gesundheit ist;

- Leistungen im Therapie-, Rehabilitations- und Behindertensport, d. h. motorische, weitgehend sportliche Handlungen, die dem Übenden wie anderen als Ausdruck des erreichten motorischen bzw. körperlichen Entwicklungs­standes und damit als ein Gradmesser des Erfolges seiner sportlichen Tätigkeit gelten können.

Die hier getroffene Charakteristik zu den Akzenten des Leistungsbegriffs in den verschiedenen Realisierungsbereichen sportlicherTätigkeit ist nicht vollständig. Es sollte lediglich ausgedrückt werden, dass auch dort – mit und ohne Wettkampfsituationen -Tätigkeiten ausgeübt werden, die Leistungscharakter tragen. Allerdings bestehen wesentliche Unterschiede der Vergleichsmaßstäbe in der Frage der Bewertung, die eine Handlung zur Leistung macht.

Quelle: „Trainingswissenschaft – Leistung, Training, Wettkampf“ von Schnabel, Harre, Krug u. Borde (Sport-Verlag, Berlin; 3. Aufl., 2003, S. 41



Tanzsport und Leistung

Tanzsport muss also den Vergleich mit anderen Sportarten nicht scheuen, was die Trainigsleistung, motorisch-komplexen Anforderungen z. B. im Schulsport, Ergebnisse im Freizeit- und Gesundheitssport oder als Mittel der Theraope, als Reha- oder Behindertensport angeht.

Quelle: www.turniere-tanzen.de
top